Montag, 2. April 2012

Braunau gegen Rechts am 14. April 2012

Neonazis ziehen durch ganz Europa ihre Blutspur. Gerade das letzte Jahr hat vielfältig gezeigt, welche Gefahr von der extremen Rechten ausgeht. Die große Tragödie der Anschläge in Norwegen und das Bekanntwerden der neonazistischen Attentatsserie in Deutschland bilden nur die Spitze des Eisbergs.

Braunau-gegen-Rechts

Europaweit ist die rechtsextreme Szene im Vormarsch und gerade in Oberösterreich verspüren Neonazis starken Aufwind. Am Freitag, dem 22. Juli 2011, am selben Tag an dem der Rechtsextremist Anders Breivik in Norwegen sein grausames Blutbad verrichtete, schlug auch der österreichische Neonazi Johann Neumüller zu. Er wollte Österreich „von Ausländern befreien“ und attackierte deshalb mit einem Kleinkalibergewehr eine rumänische Nachbarsfamilie in Traun. Der 65-jährige Nachbar starb noch am Tatort, seine Frau und sein Sohn wurden schwer verletzt.

Und auch im Bezirk Braunau treten Neonazis immer offener auf: Skinheads posieren vor dem Hitler-Geburtshaus für Erinnerungsfotos, Hakenkreuze werden gleich reihenweise tätowiert, SS-Symbole offen gezeigt, AntifaschistInnen mit Mord bedroht. Braunau ist zur Hochburg einer neonazistischen Jugendkultur geworden.

Dies alles kann nicht stillschweigend toleriert zu werden! Das Bündnis „braunau gegen rechts“ organisiert seit Jahren rund um den Hitler-Geburtstag eine antifaschistische Demonstration um ein deutliches Zeichen gegen Faschismus und Rechtsextremismus zu setzen.

Angesichts der Gewaltbereitschaft der Braunauer Neonazi-Szene braucht es am Samstag, dem 14. April 2012, einen breiten, gemeinsamen Protest gegen Rechts! Wehren wir uns gemeinsam gegen rechte Gewalt!

Für Interessierte aus Salzburg bietet die ÖH Salzburg einen kostenlosen Bus an:
  • Abfahrt: 13 Uhr | Arbeiterkammer Salzburg, Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg
  • Rückfahrt: 18:30 Uhr

Freitag, 30. März 2012

Karl Steinocher: Zweites Zeitzeugengespräch

Auf Einladung von KV Christine Homola konnte bei der letzten Sektionssitzung in Morzg/Gneis/Nonntal der ehemalige LH-Stv. und SPÖ-Vorsitzende Karl Steinocher als Zeitzeuge begrüßt werden. Dabei fesselte er mit seinen Erzählungen über die bewegten Anfangsjahre der Salzburger SPÖ nach dem Zweiten Weltkrieg.

Dieses Zeitzeugengespräch steht ab sofort auf dem YouTube-Kanal der Salzburger SPÖ zur Verfügung:



Karl Steinocher schildert darin von den ersten mühevollen Schritten der Neugründung, die mit einfachsten Mitteln stattfinden musste. Trotz einer mangelhaften Infrastruktur gelang es rasch, wieder Verbindungen nach Wien und zu den anderen Gemeinden im Bundesland Salzburg herzustellen.

"Die unmittelbare Anfangszeit war voller Unsicherheiten, trotzdem haben wir es geschafft, die Stadt wieder aufzubauen. Leicht war es nicht, denn die Bevölkerung hatte große Angst vor einer ungewissen Zukunft", so Karl Steinocher.

Freitag, 23. März 2012

Stolpersteinverlegung mit LH-Stellv. David Brenner

Einer der ersten Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer österreichweit wurde heute in der Vogelweiderstraße 93 im Beisein von LH-Stellv. David Brenner, Landesvorsitzender der Salzburger FreiheitskämpferInnen, verlegt. Tausende homosexuelle Männer wurden während der NS-Zeit verfolgt, verhaftet und ermordet. HistorikerInnen schätzen die Zahl der in den NS-Vernichtungslagern ermordeten Homosexuellen auf über 10.000. Homosexuelle wurden während der nationalsozialistischen Diktatur zu Staats- und Volksfeinden erklärt und ihre Verfolgung erreichte eine bis dato nicht bekannte Ebene der Barbarei.

Stolperstein-Vogelweiderstrasse-93

"Es geht darum, immer wieder klare und bewusste Zeichen zu setzen – gegen eine rücksichtslose und menschenverachtende Ideologie, gegen Rassenwahn, Terror und Massenmord. Es ist wichtig, aller Opfer der NS-Diktatur zu gedenken. Ich möchte in Erinnerung rufen, dass es noch vielerlei Anstrengung bedarf, um die Schicksale der unzähligen Ermordeten aufarbeiten zu können“, betont LH-Stellv. David Brenner, Vorsitzender der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen Salzburg.

Der Stolperstein, für den die SoHo Salzburg (Sozialdemokratie und Homosexualität) und die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen die Patenschaft übernehmen, erinnert an das Schicksal von August Strasser. Der 1895 geborene, ledige Hilfsarbeiter stammte aus einer Eisenbahnerfamilie, die nach altösterreichischem Recht in der einst selbständigen Gemeinde Gnigl heimatberechtigt war und in Schallmoos wohnte. Im Lauf des Kriegsjahres 1944 wurde er vermutlich aufgrund einer Denunziation wegen Homosexualität verhaftet. Er wurde ohne vorhergehendes Verfahren vom Polizeigefängnis in Salzburg am 26. August 1944 ins KZ Mauthausen deportiert und dort als Homosexueller kategorisiert. Der 49-jährige August Strasser, Häftling Nr. 91397, wurde am 7. Februar 1945 in Mauthausen ermordet. Sein Tod ist in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg vermerkt.

Georg Djundja, Landesvorsitzender der SoHo Salzburg: „Sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen ist der SoHo ein großes Anliegen. Vor 70 Jahren, in der Zeit des Nationalsozialismus wurden Homosexuelle auch in Salzburg verfolgt und deportiert. Denn es gehört für uns zu den wichtigsten Menschenrechten, keine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu erfahren. Egal wo – auch in Salzburg. Das ist keine Frage von Ideologie. Diese innere Liberalität, diese Haltung muss eine Gesellschaft haben. Dessen müssen wir uns bewusst sein und wir werden weiter auch in der Zukunft für die Chancengleichheit aller Menschen, unabhängig deren sexueller Orientierung, in unserem Bundesland kämpfen,“ so Djundja.

Freitag, 24. Februar 2012

Zeitzeugen-Interview auch als DVD erhältlich

Seit Ende Jänner steht Interessierten ein Zeitzeugeninterview mit dem ehemaligen SPÖ-Landesparteivorsitzenden und LH-Stellvertreter a. D. Karl Steinocher auf YouTube zur Verfügung.

DVD-Cover-Karl-Steinocher

Die FreiheitskämpferInnen Salzburg bieten dieses Video nun auch kostenlos als DVD an. Die Bestellung kann hier vorgenommen werden.

Im Interview kommt Karl Steinocher auf die Ereignisse im Austrofaschismus sowie im Nationalsozialismus zu sprechen. Auch die Aufbauarbeit nach Kriegsende wird dabei thematisiert.

Karl Steinocher blickt dabei auf ein vielseitiges Politikerleben zurück: als AK-Präsident, Bundesrat, Landtagsabgeordneter und LH-Stellvertreter von Salzburg;

Donnerstag, 9. Februar 2012

Gedenken an den 12. Februar 1934

Die großen politischen und ideologischen Gegensätzlichkeiten zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen entluden sich im Februar 1934 zum Bürgerkrieg. Die Rahmenbedingungen, unter denen sich diese Auseinandersetzung zuspitzte, schwelten bereits seit Jahren. Aufseiten der Sozialdemokraten herrschte eine Radikalität der Worte, die von konservativer Seite bewusst oder unbewusst missverstanden wurde. Die Christlichsozialen wiederum setzten auf radikale Taten: Die Ausschaltung des Parlamentarismus am 4. März 1933, das Verbot des Republikanischen Schutzbundes am 30. März 1933 oder der schon 1930 stattgefundene Korneuburger Eid seinen dafür als Beispiele erwähnt.



Bereits Ende Jänner 1934 wurde auf Anweisung von Emil Fey mit gezielten Durchsuchungen von sozialdemokratischen Parteihäusern und Privatwohnungen begonnen. Verhaftungen und Beschlagnahmung von Parteimaterialien standen an der Tagesordnung. Als sich sozialdemokratische Schutzbündler rund um Richard Bernaschek einer solchen Durchsuchung der Heimwehr im Linzer Parteiheim „Hotel Schiff“ widersetzten, brachen am 12. Februar die ersten Kampfhandlungen aus.

Schlingerhof
Der Schlingerhof nach Artilleriefeuer, Foto: SPÖ

Nach Linz folgten weitere bewaffnete Aufstände in Wien, Steyr, St. Pölten, Kapfenberg und Bruck an der Mur. Aufstände in Wiener Arbeiterheimen und Gemeindebauten wurden teilweise blutig mit Artillerieeinsatz niedergekämpft. Am frühen Nachmittag des 12. Februars wurde zudem das Standrecht verhängt. Bedeutende Anführer des Widerstands, wie beispielsweise Koloman Wallisch, wurden hingerichtet. Dabei wurden schwer verwundete Sozialdemokraten zur Abschreckung mit einer Bahre zum Galgen getragen.

Kundmachung-Standrecht
Kundmachung des Standrechts, Foto: SPÖ

Die Aufstandsbewegung scheiterte vor allem daran, dass der ausgerufene Generalstreik nicht in die Realität umgesetzt werden konnte. Die Flucht hochrangiger Sozialdemokraten (u. a. Otto Bauer) ins Ausland wurde zudem von zahlreichen Februarkämpfern als mangelnde Solidarität empfunden.

Karl-Marx-Hof
Geschütze auf den Karl-Marx-Hof, Foto: SPÖ

Nach dem niedergeschlagenen Aufstand wurden die sozialdemokratische Partei, die Gewerkschaften und alle weiteren sozialdemokratischen Organisationen in Österreich verboten. Es folgte die Ausrufung der Maiverfassung, welche die Grundlage für den Ständestaat und das Einparteiensystem der Vaterländischen Front bildete.

Samstag, 28. Januar 2012

Zeitzeugengespräch mit Karl Steinocher

In einer neuen Dokumentationsreihe präsentieren die FreiheitskämpferInnen Salzburg die Biografien von ausgewählten ZeitzeugInnen. Den Anfang macht Karl Steinocher, ehemaliger LH-Stellvertreter und SPÖ-Landesparteivorsitzender.



Im Interview kommt Karl Steinocher auf die Ereignisse im Austrofaschismus sowie im Nationalsozialismus zu sprechen. Auch die Aufbauarbeit nach Kriegsende wird dabei thematisiert.

Karl Steinocher blickt dabei auf ein vielseitiges Politikerleben zurück: als AK-Präsident, Bundesrat, Landtagsabgeordneter und LH-Stellvertreter von Salzburg;

Donnerstag, 19. Januar 2012

Gedenktafel in Hallein enthüllt

Am 18. Jänner wurde auf Initiative des Halleiner SPÖ-Stadtparteivorsitzenden Walter Reschreiter eine Gedenktafel auf dem ehemaligen Standort des KZ-Außenlagers Hallein enthüllt.

Gedenkstein-KZ-Dachau-Aussenlager-Hallein

LH-Stellvertreter Mag. David Brenner, Vorsitzender der Salzburger FreiheitskämpferInnen, betonte dabei in seiner Rede wie wichtig es ist, das Bewusstsein gegen Faschismus und Nationalsozialismus weiter wach zu halten. „Es geht darum, immer wieder bewusste Zeichen zu setzen – gegen eine rücksichtslose und skrupellose Machtideologie, gegen eine irrwitzige Überlegenheits-Ideologie, gegen Rassenwahn, gegen Terror, gegen Zwangsarbeit und gegen bürokratisierten und industrialisierten Massenmord“, so David Brenner.

Allgemeines zum Lagersystem in Österreich
Die Nebenlager Ebensee und Melk waren die größten Konzentrationslager Österreichs neben dem Komplex Mauthausen/Gusen. Das Konzentrationslager Dachau unterhielt zahlreiche Nebenlager in Österreich. Neben Hallein befanden sich die Standorte in St. Gilgen, Bad Ischl, Fischhorn, Schloss Itter, Innsbruck, Neustift, Plansee sowie in der Stadt Salzburg.

Dienstag, 10. Januar 2012

Ankündigung: Feierliche Enthüllung Gedenktafel Hallein

LH-Stellv. David Brenner, Landesvorsitzender der Salzburger FreiheitskämpferInnen, wird am 18. Jänner 2012 die feierliche Enthüllung der Gedenktafel zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Hallein vornehmen.

Mittwoch, 18. Jänner 2012, 11 Uhr
Deisl-Beton GesmbH, Wiestal Landesstraße 34

Gedenkstein-Hallein

Bis zu 90 Häftlinge waren zwischen 1943 und 1945 in dem KZ-Außenlager von Dachau dem SS-Terrorregime ausgesetzt und wurden als Zwangsarbeiter ausgebeutet. Weitere Außenlager des KZ Dachau befanden sich zudem noch in St. Gilgen, Bad Ischl, Fischhorn, Schloss Itter, Innsbruck, Neustift, Plansee sowie in der Stadt Salzburg.

Aktuelle Beiträge

Braunau gegen Rechts...
Neonazis ziehen durch ganz Europa ihre Blutspur. Gerade...
freiheitskämpfer-salzburg - 4. Apr, 10:46
Karl Steinocher: Zweites...
Auf Einladung von KV Christine Homola konnte bei der...
freiheitskämpfer-salzburg - 2. Apr, 15:43
Stolpersteinverlegung...
Einer der ersten Stolpersteine für homosexuelle...
freiheitskämpfer-salzburg - 23. Mrz, 14:23
Zeitzeugen-Interview...
Seit Ende Jänner steht Interessierten ein Zeitzeugeninterview...
freiheitskämpfer-salzburg - 27. Feb, 15:02
Gedenken an den 12. Februar...
Die großen politischen und ideologischen Gegensätzlichkeiten...
freiheitskämpfer-salzburg - 9. Feb, 11:03

Suche

 

Impressum

HerausgeberInnen:
FreiheitskämpferInnen Landesverband Salzburg

Anschrift:
Auerspergstraße 42
5020 Salzburg

Kontakt:
T: +43(0)662/42 45 00-400
F: +43(0)662/42 45 00-9400
alexander.neunherz@spoe.at

Die FreiheitskämpferInnen Salzburg übernehmen keine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Informationen. Für externe Inhalte, auf die direkt (mittels Link) oder indirekt von dieser Website verwiesen wird, sind die FreiheitskämpferInnen Salzburg nicht verantwortlich und übernhemen diesbezüglich auch keine Haftung.

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB


Buchtipps
Gegen Rechts
Niemals vergessen
Über uns
Veranstaltungen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren